Handlungsfelder

Der Kongress behandelt vier Handlungsfelder, die sich inhaltlich in den zwölf Zukunftsforen* sowie
weiteren Formaten wie Werkstätten oder Dialogen widerspiegeln:

 

Handlungsfeld 1
Strategie:
Politik, Werte & Recht

Handlungsfeld 2
Digitale Verwaltung:
Strukturen, Prozesse & Dienstleistungen

  • Zukunftsforum I & II: Digitale Verwaltung: So kommen wir zu einer effektiveren Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen!
  • Zukunftsforum V: Gesetze und Verordnungen im Praxistest: Ist unsere Rechtsetzung „digital ready“?
  • Zukunftsdialog Z 2.1: Rückzug des Staates aus dem  ländlichen Raum: Was kann die Digitalisierung dem entgegensetzen?
  • Zukunftswerkstatt Z 2.2: Innovationsmanagement in der Verwaltung: Innovationslabore, MindLabs und Regierungs-Start-Ups als Game-Changer
  • Zukunftsforum VIOffenheit und Beteiligung: Weg zu einer besseren Politik, zu einer besseren Verwaltung?
  • Zukunftsforum X: Cyber- und IT-Sicherheit: aktueller Stand zu Normsetzungs- und strategischen Vorhaben des Bundes mit Wirkungen für Bürger, Wirtschaft und Öffentliche Hand
  • Zukunftswerkstatt Z 1.1: Bots, Algorithmen und künstliche Intelligenz: Anwendungsmöglichkeiten in der Öffentlichen Verwaltung der Zukunft
  • Zukunftswerkstatt Z 3.1: E-Akte: Hemmende und treibende Faktoren beim Rollout (Arbeitstitel)

Handlungsfeld 3
Finanzen:
Investitionen, Effizienz & Transparenz

Handlungsfeld 4
Arbeitswelt:
Lernen, Führen & Verändern

  • Zukunftsforum III: Demographischer Wandel & digitale Revolution – Was bedeutet dies für die Tragfähigkeit unsere Staatsfinanzen?
  • Zukunftsforum VII: IT-Konsolidierung in Bund, Ländern und Kommunen – Status quo und Entwicklungsperspektiven
  • Zukunftsforum XI: Digitalisierungsprogramm für Staat & Verwaltung: Wie finanzieren wir ebenenübergreifende Großprojekte, die allen nützen? (Arbeitstitel)
  • Zukunftswerkstatt Z 3.2: IT-Beschaffung in einer konsolidierten IT-Landschaft des Staates – Was kommt auf Anwender und Bieter zu?
  • Zukunftsforum IV: Digital Leadership: Was bleibt, was kommt?
  • Zukunftsforum VIII: Kulturwandel in der Verwaltung: Interdisziplinäre Teams stärken!
  • Zukunftsforum XII: Arbeits(zeit)gestaltung der Zukunft: Ein Dialog zwischen Theorie & Praxis
  • Zukunftsdialog Z 3.3: Agile Verwaltung

 

 

Die Themen im Detail

Handlungsfeld 1

 

Zukunftsforum V:

Gesetze und Verordnungen im Praxistest: Ist unsere Rechtsetzung „digital ready“?

 

Die Digitalisierung verändert die Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger, revolutioniert ganze Wirtschaftszweige und ist ein treibender Motor für eine moderne Verwaltung. Kann dies unter dem Primat des gesetzten Rechts funktionieren? Ist die Rechtsetzung bereit und fähig, die Vorteile der Digitalisierung in den durch das Recht bestimmten Abläufen insbesondere zwischen Verwaltung und Bürgern sowie Unternehmen zum Tragen zu bringen?
Die Gesetzgebung muss die digitale Gestaltung von rechtlich vorgegebenen Abläufen von vornherein mitdenken. Ohne die entsprechenden Fähigkeiten und Möglichkeiten der am Rechtsetzungsprozess Beteiligten kann dies nicht gelingen. Qualifikation und Sensibilisierung der Akteure sind gefordert. Ebenso braucht es eines funktionierenden Informationsmanagements zwischen der Rechtsetzungs- und der Vollzugsebene vor Ort. Nur so finden die Anforderungen der Digitalisierung in der Praxis Eingang in das Recht.
Bessere, vollzugsorientierte Rechtsetzung ist auf dieser Grundlage möglich um die Digitalisierung in Deutschland nachhaltig voranzutreiben. Ist sie heute in diesem Sinne schon „digital ready“?

 

Zukunftsdialog Z 2.1: 

Rückzug des Staates aus dem  ländlichen Raum: Was kann die Digitalisierung dem entgegensetzen?

 

Der demografische Wandel trifft Stadt wie Land. Gerade dem ländlichen Raum können sich aber durch die Digitalisierung neue Chancen eröffnen, die Lebens- und Standortqualität durch den Einsatz von Informationstechnik und Vernetzung zu verbessern. Dies ist gerade in Deutschland mit seiner dezentralen Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur wichtig.

Dabei darf Digitalisierung nicht auf die Versorgung mit hochleistungsfähigen grundsätzlich glasfaserbasierten Breitbandanschlüssen reduziert werden. Vielmehr geht es darum, strukturelle Probleme wie schlechte Erreichbarkeit, Fachkräftemangel oder Abwanderung zu lösen und das Lebensumfeld der Menschen zu verbessern. Dies betrifft etwa Nahversorgung und Nahverkehr, neuartige Lernkonzepte anstelle der überkommenen Schulstruktur oder E-Health und Telemedizin als Äquivalent der fehlenden Arztpraxis vor Ort.Lokale, regionale und Landes-Akteure entwickeln und erproben im Dialog tragfähige, innovative Konzepte für den ländlichen Raum in Projekten wie „Smart Country“, „Digitale Dörfer“, „Digitale Region“ oder „Digitaler Weinberg“. Nicht alle skizzierten Probleme lassen sich aber durch Digitalisierung lösen. Auch tradierte Ansätze wie die Gebietsreformen gilt es gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung neu zu bewerten. Im Zukunftsforum werden sowohl kreative digitale als auch herkömmliche Lösungen vorgestellt und diskutiert.

 

Handlungsfeld 2

 

Zukunftsforum VI: 

Offenheit und Beteiligung: Weg zu einer besseren Politik, zu einer besseren Verwaltung?

 

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Open-Data-Gesetzes beschlossen, der die systematische Öffnung von Verwaltungsdaten vorgibt. Zudem nimmt sie auch auf Wunsch der Länder an der Open Government Partnership teil und hat sich damit verpflichtet, alle zwei Jahre einen Aktionsplan mit der Zivilgesellschaft zu erstellen, dessen Umsetzung evaluiert wird.

Offenheit ist kein Selbstzweck. Zum einen sollen Daten als wichtiger Rohstoff und Produktionsfaktor nutzbar gemacht werden. Zugleich soll die Öffnung zu einer stärkeren Beteiligung beitragen.  Wie können wir nationale Aktionspläne gestalten, damit Bürgerinnen und Bürger den Nutzen erkennen? Wie sollten Beteiligungsformate gestaltet werden, damit bessere Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls getroffen werden? Welche guten Beispiele gibt es? Was können wir daraus lernen?

 

Zukunftsforum X:

Cyber- und IT-Sicherheit: aktueller Stand zu Normsetzungs- und strategischen Vorhaben des Bundes mit Wirkungen für Bürger, Wirtschaft und Öffentliche Hand

 

In Fragen der Cyber- und IT-Sicherheit ist die Welt derzeit massiv in Bewegung! Nur einige Beispiele seit die Bunderegierung im November 2016 ihre neue Cyber-Sicherheitsstrategie veröffentlichte:

Ende November 2016 gab es Störungen von fast 1 Million Routern in Deutschland, die zu Internetanschlüssen der Telekom zählten (Infektion mit Schadcode). Einige Tage später folgte die Aushebung des weltweit wohl größten Botnetzes Avalanche - nach internationaler Ermittlungsarbeit in vielen Ländern. Am Tag nach dem Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 wurde mittels eines Cyber-Angriffs auf das BKA-Hinweisportal versucht, die Ermittlungsarbeit der Sicherheitsbehörden zu stören bzw. zu torpedieren. Wenige Tage später gab es Berichte über einen schwerwiegenden Cyber-Angriff auf die OSZE. Und zum Jahresende 2016 befasste sich die US-Regierung mit Cyber-Angriffen und ihrer möglichen Einflussnahmen im US-Wahlkampf. Auch in Deutschland ist die Diskussion in Politik und Medien zu Cyber-Angriffen deutlich intensiver geworden.

Um erfolgreich Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und so auch einen umfangreichen Schutz vor Cyberangriffen zu erzielen, ist Kooperation auf allen föderalen Ebenen von entscheidender Bedeutung. Das Forum beleuchtet daher neben Maßnahmen aus der Cyber-Sicherheitsstrategie und aktuellen Normsetzungsvorhaben des Bundes auch Bereiche der Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

 

Zukunftswerkstatt Z 1.1:

Bots, Algorithmen und künstliche Intelligenz: Anwendungsmöglichkeiten in der Öffentlichen Verwaltung der Zukunft

 

Künstliche Intelligenz ist das Trendthema des Jahres 2017. Jede Woche erscheint ein neues spannendes StartUp am Firmament des digitalen Wandels.
Selbstfahrende Automobile, automatische Werbung und Bots für das Abwickeln immer wieder ähnlicher Kundenanfragen oder zur Aktivierung von Kundendialogen sind die heiß diskutierten Vorboten umfassender Automatisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt. Die Automatisierung von Dialogprozessen senkt Zugangsbarrieren zu Informationen, beschleunigt Problemlösungsprozesse und kann es ermöglichen Dialogbereitschaft zu zeigen.
Von welchen erfolgreichen Nutzungsszenarien in E-Commerce und Medien kann die Verwaltung lernen? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Wie sind Chancen und Risiken zu bewerten? Auf welchem Kanal entfaltet sich die Wirkung der künstlichen Intelligenz am besten? Das sind die Themen dieser Zukunftswerkstatt.

 

Handlungsfeld 3

 

Zukunftsforum VII:

IT-Konsolidierung in Bund, Ländern und Kommunen – Status quo und Entwicklungsperspektiven

 

IT-Konsolidierung zielt in den Dimensionen Betrieb, Dienste und Beschaffung darauf ab, gemeinsame Standards und Verfahren zu etablieren, um die Interoperabilität sowie technologische und Sicherheitsstandards zu verbessern und daraus resultierend die Anwenderfreundlichkeit bei gleichzeitig (langfristig) sinkenden Kosten zu erhöhen.

Mit dem Ziel weniger, aber „schlagkräftiger“ Rechenzentren macht der Bund mit Hochdruck ernst mit der Konsolidierung. Länder und Kommunen haben diese Schritte teilweise bereits absolviert, teilweise noch vor sich. Das Zukunftsforum VII wird von positiven und negativen Erfahrungen mit IT-Konsolidierung berichten und erfolgskritische Faktoren aufzeigen. Zudem werden Antworten auf typische Fragen von zu konsolidierenden Behörden gegeben, etwa: Wo sollte man den Schnitt zwischen Fach- und Querschnitts-IT setzen? Wie können die Ressorts ihre Hoheit über die zur Leistungserbringung erforderlichen Verfahren behalten? An welchen Stellen sind Entlastungen zu erwarten? Wie bleibt bei all der Standardisierung Flexibilität erhalten? Wie kann Change Management bei der IT-Konsolidierung die Verwaltungsmodernisierung unterstützen? Wie gewinnen wir unsere Mitarbeiter – IT wie fachseitig – für die Konsolidierung? Und letztendlich: Wie steht es um eine ebenenübergreifende Konsolidierung?

 

Zukunftswerkstatt Z 3.2:

IT-Beschaffung in einer konsolidierten IT-Landschaft des Staates – Was kommt auf Anwender und Bieter zu?

 

Mit dem Ziel einer IT-Konsolidierung streben öffentliche Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Kommunen vermehrt einen Einsatz von standardisierten Basiskomponenten an. Die Bandbreite der dafür infrage kommenden Applikationen reicht von Dachportalen und CMS über spezifische Fachverfahren bis hin zur E-Akte oder ERP-Lösungen. Teilweise werden Behörden (gesetzlich) zur Nutzung der Basiskomponenten verpflichtet. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie die Beschaffung von Basiskomponenten aus Sicht der Beschaffungsstellen, der IT-Dienstleistungszentren und der nutzenden Behörden zielführend umgesetzt werden kann. Die Zukunftswerkstatt adressiert daher u.a. folgende Fragen: Was ist bei der Ausschreibung von Basiskomponenten aus Sicht der Beschaffungsstellen, der Behörden und der IT-Dienstleistungszentren zu beachten? Wie sieht eine gelungene Vergabestrategie aus - sind Rahmenverträge das Mittel der Wahl (singuläre vs. multiple Rahmenverträge)? Wie kann einer Monopolisierung des Marktes entgegengewirkt werden? Wieviel Flexibilität für die Umsetzung von behördenspezifischen Anpassungen ist möglich?

 

Handlungsfeld 4

 

Zukunftsforum IV:

Digital Leadership: Was bleibt, was kommt?

 

Der Megatrend Digitalisierung beeinflusst sämtliche Lebensbereiche. In der Arbeitswelt revolutioniert „New Work“ sowohl Produkte und Prozesse als auch die Art des miteinander Arbeitens. Das hat Auswirkungen auf die Anforderungen an Führung. Während junge Start-up Unternehmen sie ganz für obsolet halten, geben Praktiker*innen zu bedenken, dass Führung gerade unter den veränderten Bedingungen notwendig sei, allerdings in anderer Form. Was bedeutet es, in einer Welt zu führen, die zunehmend geprägt ist von Flüchtigkeit, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit? Bedeutet dann Führung vor allem Rahmenbedingungen und Spielregeln zu vereinbaren und auf deren Einhaltung zu achten? Oder bekommen dadurch die Führungsprinzipien wie Vertrauen, Mitgestaltung, Sinnhaftigkeit, Gemeinwohlorientierung und Vernetzung eine noch größere Bedeutung? Werden zukünftig alle Schlüsselkompetenzen unter Digital Leadership subsumiert oder geht es dabei eher um eine innere Haltung?

 

Zukunftsforum VIII:

Kulturwandel in der Verwaltung: Interdisziplinäre Teams stärken!

 

Erfolgreiche Veränderungsprojekte erfordern neben fachlicher und sozialer vor allem auch interdisziplinäre Kompetenz. e-Government wie auch andere anspruchsvolle Großprojekte können ohne das Zusammenwirken von Juristen, Betriebswirten, Technikern und Fachbereichen kaum gelingen. Die tradierte Aufgabenstruktur der Verwaltung steht dem allerdings vielfach entgegen. Interdisziplinäre Teams können eine solche fächerübergreifende Arbeitsweise fördern und damit einen wichtigen Beitrag zum Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung leisten. Sie haben sich bei neuen, innovativen Gebieten bewährt und sind gerade dann besonders leistungsfähig, wenn es um Ideengenerierung und Umsetzung neuer Lösungen geht. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird aber vielfach auch als sehr mühsamer Prozess erlebt, welcher von den Beteiligten Zielbewusstsein, Leistungsbereitschaft und Toleranz erfordert. Für Führungskräfte und den Personalbereich stellt sich die Frage, wie sich Interdisziplinarität auf die Arbeitsleistung in Projektteams auswirkt und wo und wie man solche Teams am besten einsetzen kann. Welche Rahmenbedingungen braucht es und wie kann man interdisziplinäre Teams generell stärken um den Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung zu fördern?

 

Zukunftsdialog Z 3.3:

Agile Verwaltung

 

Der Dialog bietet einen Raum zum Erfahrungsaustausch und zum Lernen von anderen. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

  • Der Weg vom Silodenken zur Agilität  - Was braucht es an Entscheidungen, Kommunikation und Zusammenarbeit in agilen Arbeitsgruppen?
  • Welche konkreten Erfahrungen gibt es (erste Ansätze, Erfolgsfaktoren, Schwierigkeiten)?

 

*Themen der Zukunftsforen unter Vorbehalt und in Entwicklung, Stand: 17. Februar 2017